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Trainingsplan Gestaltung – zwischen Inkompetenz und Handwerk

Mit großer Wahrscheinlichkeit hast auch du dir schonmal einen Trainingsplan geschrieben oder zumindest danach im Internet gesucht und daraufhin einen Trainingsplan von der Stange bekommen. Vielleicht hattest du sogar Glück und konntest ein paar Wochen Erfolge verbuchen. Die meisten kommen jedoch schnell an den Punkt, an dem sich irgendwie nichts mehr tut. Doch woran liegt das eigentlich? Man sieht doch bei so vielen im Internet, dass es funktioniert. Wieso klappt es also ausgerechnet bei dir nicht?


Das Problem ist so simpel wie es kompliziert ist. Wir sind alle unterschiedlich und müssen uns dessen bewusst sein. Obgleich Trainingsanfänger meist mit einer guten morphologischen Anpassung reagieren und in der Lage sind grobe Planungsfehler zu kompensieren, sollte auch ein Anfänger auf einen individuellen Trainingsplan zurückgreifen. So wird ein gutes Fundament für die sportliche Zukunft gesetzt und Verletzungsrisiken gemindert.


Je fortgeschrittener ein Sportler ist, desto härter müssen sich Ziele erkämpft werden. Je höher wir den Berg also besteigen, desto dünner wird die Luft.
An diesem Punkt werden oft die größten Fehler gemacht. Denn wer will sich als „erfahrener“ Athlet schon die Schwächen eingestehen zu stagnieren und nicht mal zu wissen warum? Um die Katastrophe dann zu komplementieren werden die beiden Stereotypen zur Rate gezogen, derer Leistung kostenlos angeboten wird und sich in unmittelbarer Nähe befindet.


Stereotyp 1: Ein „B-Lizenz Trainer“ der seine Lizenz zur Behinderung im Internet gewonnen hat.


Stereotyp 2: Ein Influencer oder Trainingsbuddy, der mit einer göttlichen Genetik gesegnet ist und seine Kompetenz einzig und allein aus der eigenen körperlichen Ästhetik bezieht.


Doch sei mal ehrlich zu dir selbst. Erwartest du wirklich kompetente Hilfe ohne dafür auch nur ein Cent in die Hand nehmen zu müssen? Fitnessstudios schmücken sich allzu gern mit der Werbung „Lizensiertes Trainer Team“, verramschen sich dann aber für 20€ monatlich. Das Geld für ein solches Studio wird nämlich aus der Masse der Mitglieder gezogen. Auch Influencer haben selten wirklich Ahnung von der Materie, denn ihr Hauptjob ist es Reichweite aufzubauen, um Produkte zu verkaufen, was sie so gut können, dass es oft mit Kompetenz im jeweiligen Bereich, in dem sie dies tun, verwechselt wird.


Wenn du also nicht erwartest, dass dir der kleine Sohn deines Nachbarn, der mit dem Bobbycar zum Kindergarten fährt, erzählen kann wie du dein kaputtes Auto reparieren kannst und du auch nicht zum Großhändler Supermarkt gehst, um dir einen Bauplan für ein Einfamilienhaus erstellen zu lassen, dann solltest du darüber nachdenken, ob die genannten Stereotypen die richtigen Anlaufpunkte sind, um sich einen Trainingsplan erstellen zu lassen.

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